Der Frost- und Taumittelangriff gefáhrdet
den Beton deshalb, weil die Taumittel (Salzlösungen)
in den Beton eindringen. Diese Salzlösungen
tendieren sich zu verdünnen, weshalb der
Beton höher durchfeuchtet wird. Diese höheren
Durchfeuchtungen führen zu größeren hydrostatischen
Belastungen des Zementsteines beim Gefrieren,
da der natürlich vorhandene luftgefüllte
Ausgleichsraum im Beton geringer wird.
Werden Taumittel eingesetzt,
treten bei Lösung
der Taumittel im Wasser zusätzliche
Unterkühlungseffekte
durch die benötigte Lösungswärme
auf, welche
die Kristallisationsgeschwindigkeit
des Porenwassers
im Zementstein beeinflussen.
Im Extremfall kann es durch diese
Einflüsse
zu einem schichtenweisen Gefrieren
des Wassers
in den Kapillarporen kommen.
Zusätzlich entstehen
durch das Gefrieren unterschiedliche
thermische
Ausdehnungen von Zuschlag und
Zementstein.
Deshalb entstehen die Schädigungsmechanismen
beim Frost- Taumittel- Angriff
hauptsächlich
durch die Volumenerhöhung des
gefrierenden
Wassers und durch die Erhöhung
des hydraulischen
Druckes im Zementgefüge.
Nach dem heutigen Stand des Wissens
ist der
einzige Weg einen Beton mit hohem
Frost-
und Taumittelwiderstand herzustellen
jener,
das Betongefüge möglichst dicht
zu gestalten.
Die Art und Qualität der Zuschläge
kann dem
Frost-Taumittel-Widerstand maßgeblich
beeinflussen.
Der Mehl- kornanteil < 0,125
mm darf bestimmte
Grenzen nicht überschreiten.
Wirkungsvoll gerade für den Frost-Tau-Widerstand
ist neben der Zugabe von Fließmittel
auch
die gleichzeitige Zugabe von
Luftporenbildner.
Damit sollen sehr viele kleine
Poren (<
0,30 mm) mit möglichst geringem
Abstand (<
0,20 mm) geschaffen werden. Ein
zu hoher
Luftgehalt wirkt sich negativ
auf die Druckfestigkeit
aus, da im Mittel 1 % Luftgehalt
die Druckfestigkeit
um ca. 3 % verringert.
Der frost- und taumittelbeständige
Beton
soll einen Wasser/Zementwert
von 0,5 nicht
Obersteigen, eine Wassereindringtiefe
von
50 mm unterschreiten und einen
gewissen Mikroporenanteil
wie beim frost- und witte- rungsbeständigen
Beton aufweisen. Weiters soll
der Frostwiderstand
der Zuschläge, sowie eine gediegene
Nachbehandlung
gewährleistet sein. Das Problem
sind die
Kapillar- und Verdichtungsporen,
welche sich
mit Wasser füllen und bei Temperaturabsenkungen
eine zusätzliche Gefährdung darstellen
können.
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